Das Hinspiel in Regensburg ist den Möglingerinnen noch in schlechter Erinnerung. War es doch die erste Niederlage, die man in der Saison 17/18 einstecken musste. Nach einer guten 1. Halbzeit, in der man den Gegner im Griff hatte, gab man in Durchgang zwei das Heft völlig unnötig aus der Hand und verlor am Ende. Zuhause sollte dies nicht passieren. Denise Geier, die im Hinspiel noch beste Torschützin für das Team von Trainer Dominic Schaudt war, konnte verletzungsbedingt nicht eingreifen.

Ebenso ging es Regensburgs Franziska Peter, die damals in der 2. Halbzeit zur Hochform auflief. Die Ausgangsbedingungen waren also ähnlich. Die Eisenbahnerinnen starteten gut in die Partie und führten nach 90 Sekunden bereits mit 0:2. Für die Gastgeberinnen kein Grund sich aus dem Konzept bringen zu lassen. Innerhalb von 30 Sekunden glichen Franziska Ramirez und Aisté Norvilaite zum 2:2 aus, Franziska Fischer, Freya Stonawski und Anna Tonn erhöhten dann auf 5:2. Der TVM hielt das Heft wieder in der Hand. Nach knapp zehn Minuten hatte der TVM den Vorsprung auf 8:4 ausgebaut, Grund genug für den Regensburger Trainer eine Auszeit zu nehmen. Mit Erfolg. Nach einem 3:0-Lauf hatten die Regensburgerinnen auf 8:7 verkürzt. Die Partie war wieder offen. Nun schlugen die Gastgeberinnen wieder zurück. Innerhalb von 90 Sekunden erhöhten sie wieder auf 11:7. Der Abstand war wieder hergestellt, doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. In der 18. Minute glichen sie erstmals zum 11:11 aus, in der 24. Minute gingen sie erstmals mit 14:15 in Führung. Bis zum Pausenpfiff blieb die Partie ausgeglichen. Die Regensburgerinnen konnten sich zwar sogar einen Zwei-Tore-Vorsprung erspielen, Freya Stonawski glich aber fünf Sekunden vor der Halbzeit wieder auf 20:20 in der torreichen Partie aus.

Im Gegensatz zum Hinspiel konnte der TV Möglingen im 2. Durchgang dann richtig aufdrehen. Je ein Doppelschlag von Anna Tonn und Aisté Norvilaite und der TVM zog auf 25:21 davon. Eine Vorentscheidung. Dieser Vorsprung wurde verwaltet und bis zur 47. Minute sogar auf sieben Tore ausgebaut. Am Ende hatten die Regensburgerinnen nicht das richtige Rezept um den Möglingerinnen die Suppe noch zu versalzen, die sich verdient mit 38:30 durchsetzen konnten. Durch den Sieg tauschte man in der Tabelle den Platz mit dem ESV Regenburg und schob sich nun bis auf Platz 5 nach vorne.

Besonders die Ausgeglichenheit im Möglinger Kader, mit Franziska Ramirez, Anna Tonn und Aisté Norvilaite erzielten gleich drei Spielerinnen acht Tore, war sicherlich der Schlüssel zum Erfolg.

Es spielten: Blum und Baranski (im Tor); Ramirez (8/1), Tonn (8/2), Norvilaite (8), Stonawski (6), Staiger (4), Franziska Fischer (3), Theresa Fischer (1), Wagner und Hagner.