Foto: Andreas Werner 

Deutliche 26:34-Niederlage gegen die SG BBM Bietigheim 2

Nach den bitteren Niederlagen gegen den SV Allensbach (30:31) und Zweitligaabsteiger TSV Haunstetten wollte man gegen die Bundesligareserve der SG BBM Bietigheim ein gutes Spiel abliefern. Dass dies nicht einfach werden würde, zeigte schon der Blick auf die Tabelle.

Die SG steht nicht zu Unrecht an der Tabellenspitze. Auf ungewohntem Terrain, das Spiel wurde in die EgeTrans-Arena verlegt, tat sich der TVM von Anfang an schwer. Bereits nach drei Minuten sah sich Möglingens Trainer Dominic Schaudt genötigt die grüne Karte zu ziehen. Sein Team lag bis dahin bereits 1:4 im Rückstand. Er schien die richtigen Worte zu finden. Drei Tore von Franziska Ramirez und der TVM war beim 4:5 wieder dran. Mit der dann folgenden Zwei-Minuten-Strafe gegen besagte Franziska Ramirez kam dann auch wieder der Bruch ins Möglinger Spiel. Die SG zog auf 5:9 davon. Das war schon eine kleine Vorentscheidung, auch wenn erst zehn Minuten gespielt waren. „Immer diesem Rückstand hinterher zulaufen kostet einfach unglaublich viel Kraft“, sagte Torhüterin Katharina Blum, die zugunsten von Jana Brausch und Dominika Baranski aussetzen musste. Wie recht sie haben sollte zeigte sich im weiteren Verlauf der Partie. Der TVM kämpfte sich zwar wieder ran. Nach 20 Minuten betrug der Rückstand wieder nur zwei Tore (9:11). Doch anstatt die SG ernsthaft in Gefahr zu bringen musste man wieder abreißen lassen, die SG setzte sich wieder auf 9:13 ab. Beim Stand von 14:15 hatte man den Ausgleich auf der Hand, doch Möglingens Flügelflitzer Annika Wagner scheiterte frei vor dem Tor. Wie in den vergangenen Spielen auch konnte einhundertprozentige Torchancen nicht verwandelt werden. Technische Fehler, individuelle Abwehrfehler und eben eine eklatante Chancenverwertung brachen den Möglingerinnen am Ende das Genick. Zur Pause war hingegen noch alles offen. Beim Stand von 15:17 für die Bietigheimerinnen wurden die Seiten gewechselt.

Besser aus der Kabine kam wie so oft der Gegner. Nach drei Minuten hatte die SG auf 15:20 erhöht und der TVM rannte wieder dem Rückstand hinterher. Diesmal reichte die Kraft nicht mehr um die SG ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Zehn Minuten vor Spielende betrug der Vorsprung der SG bereits 8 Tore (18:26). Auch die Auszeit half nun nicht mehr. Im Gegenteil. Drei Minuten vor Spielende führte die SG erstmals mit 10 Treffern (21:31). Ein rabenschwarzer Tag für die Möglingerinnen, die nun ein spielfreies Wochenende haben, ehe sie bei der nächsten Bundesligareserve in Metzingen antreten müssen. Zwei Wochen in denen viel passieren muss, will man nicht auf einen Abstiegsplatz abrutschen.

Es spielten: Brausch und Baranski (im Tor); Ramirez (9/3), Norvilaite und F. Fischer (je vier), Wehe (3), Stonawski und Staiger (je 2), Geier und Wagner (je 1), Kirsch, Tonn, Hagner und T. Fischer.