ESV Regensburg - TV Möglingen 26:23 (9:14)
Man war gewarnt vor den Eisenbahnerinnen. Zu oft hatte man schon die schmerzvolle Erfahrung gemacht, dass in Regensburg die Trauben ziemlich hoch hängen. Doch zunächst rieben sich alle anwesenden Möglinger Zuschauer die Augen. Nicht nur dass die Regensburger Halle erstmalig richtig gut besucht war, nein, auch wegen dem Auftritt der Gästemannschaft.

Von Beginn an spielte die Mannschaft von Trainer Dominic Schaudt engagiert und mutig. Erst in der 7. Minute gelang den Gastgeberinnen der erste Treffer. Bis dahin lag der TVM bereits 0:5 in Front. Nach 20 Minuten hatten die Gastgeberinnen auf 6:9 verkürzt. Grund genug für Dominic Schaudt, der krankheitsbedingt auf Linkshänderin Sandra Staiger verzichten musste, die grüne Karte zu legen. Mit Erfolg. Bis zum Pausentee zog der TVM wieder auf 9:14 davon und stellt den 5-Tore-Vorsprung wieder her.
Was dann in Durchgang 2 passierte ist allerdings unerklärlich. Diesmal benötigen die Gäste fast sechs Minuten bis Franziska Fischer der erste Treffer gelang. Zum Glück konnte der ESV bis dahin auch nur zweimal einnetzen. Doch eine erste Tendenz war zu erkennen. Der TVM agierte besonders in der Abwehr nicht mehr so dynamisch wie in der ersten Halbzeit. Im Angriff lief ebenfalls nicht mehr viel zusammen. Mit vielen technischen Fehlern machten sich die Möglinger selbst das Leben schwer. Das Ergebnis war, dass der ESV Tor um Tor aufholte. Besonders Rückraum-Ass Franziska Peter, die in der ersten Hälfte kaum in Erscheinung treten konnte stellte die Möglingerinen ein ums andere Mal vor Probleme. Am Ende war sie achtmal erfolgreich. Sie war es auch die ihre Mannschaft elf Minuten vor Spielende erstmals wieder zum ausgleich schoß (20:20). Beim Stand von 22:21 lagen die Gastgeberinnen in Front. Ein Doppelschlag von Denise Geier hielt den TVM im Spiel. Drei Minuten vor Schluss nutzte Trainer Dominic Schaudt letztmals die Möglichkeit der Auszeit. Sein Team lag zu diesem Zeitpunkt mit 24:23 im Hintertreffen. Doch diesmal konnte man den Regensburgerinnen, die vom eigenen Publikum frenetisch gefeiert wurden, nichts mehr entgegen setzen. Mit 26:23 musste man sich geschlagen geben. Ein Ergebnis, das am Ende sicherlich ein wenig zu hoch ausfiel dennoch nicht unverdient war.
Es spielten: Baranski und Brausch (im Tor); Geier (7), T. Fischer und Norvilaite (je 4), Stonawski und F. Fischer (je 3), Ramirez und Hagner (je 1), Kirsch, Wagner, Stuwe, Wehe und Tonn.