TG Nürtingen - TV Möglingen 33:26 (18:11)

Die Drittligahandballerinnen schafften es nicht dem Klassenprimus aus Nürtingen die ersten Punkte abzujagen. "Wir können befreit aufspielen, von uns erwartet hier niemand was. Vielleicht können wir Nürtingen ein wenig ärgern", hoffte Möglingens Trainer Patrice Payer vor der Partie.

Dann aber zeigten seine Schützlinge in den ersten 30 Minuten "Angsthasen-Handball". "Wir hatten die Hosen voll", bringt es Patrice Payer auf den Punkt. Warum, kann er sich selbst nicht erklären. Der TVM, der ohne Torhüterin Stephanie Dieterle antreten musste, die am Donnerstag per Not-Operation den Blinddarm entfernt bekam, fand schlecht ins Spiel. Erst nach knapp sechs Minuten markierte Jana Schnabel den ersten Treffer für den TVM (2:1). Nach knapp elf Minuten führten die Gastgeberinnen bereits mit 7:3. Grund genug für Trainer Patrice Payer eine Auszeit zu nehmen. Zunächst änderte sich jedoch nicht viel. "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, in dem wir viel zu viele technische Fehler produziert haben", ärgerte sich Patrice Payer. So zogen die Gastgeberinnen weiter davon. Fünf Minuten vor dem Pausentee holten die Gäste jedoch nochmals auf 12:8 auf. Diesmal bat Stefan Eidt seine Damen zum Gespräch. Bis zur Halbzeit setzten sie sich wieder auf 18:11 ab.
In Durchgang zwei war die Möglinger Leistung dann besser. "Wir haben uns wacker geschlagen und haben immerhin in Durchgang zwei Unentschieden gespielt, insgesamt bräuchten wir aber schon einen Sahnetag um Nürtingen ernsthaft in Gefahr zu bringen". Die Ex-Möglingerin Julia Bauer führte klug Regie und brachte ihre Mitspielerinnen gut ins Spiel. Allen voran Rückraum-Ass Verene Breidert, die alleine 11 Treffer erzielen konnte. Aber auch die Youngster Lisa Wieder (6 Treffer) und Elena Oeder (2 Treffer) machten auf sich aufmerksam. Der Sieg für die TG ging völlig in Ordnung, auch wenn sie durch ein besseres Spiel der Möglingerinnen sicherlich nicht ganz so hoch ausgefallen wäre.
Es spielten: Baranski (im Tor); Tief (6), Czöczock und Wagner (je 4), Theresa und Franziska Fischer (je 3), Schnabel (2), Dieterle, Kurzweg, Kirsch und Georgoudis (je 1), Leipersberger.