TV Möglingen – SG VfL Waiblingen 28:31 (18:16)    (Foto: Andreas Werner)

Es ist wie verhext. Die Drittligahandballerinnen rufen gegen den ambitionierten VfL Waiblingen meist ein gute Leistung ab, schaffen es aber nicht den Sack zu zu machen und stehen am Ende mit leeren Händen da.

Dabei sah es zunächst so aus, als könnte das Team von Patrice Payer diese Partie für sich entscheiden. Von Beginn an waren die Möglingerinnen hellwach. Zunächst scheitere Waiblingens Simona Pilekova vom Siebenmeterstrich ehe die bärenstarke Anke Czöczock das erste Tor für den TVM markierte. Helena Georgoudis, die ebenfalls eine starke Partie ablieferte erhöhte auf 2:0. Der VfL konterte mit zwei Gegenstoßtoren durch Steffi Frick und Cora Goldmann. Nach neun Minuten führte der TVM mit 6:4. Grund genug für Waiblingens Trainer Nadir Arif eine Auszeit zu nehmen. Diese schien aber nicht wirklich zu fruchten. Der TV Möglingen setzt sich nach einer Viertelstunde auf 10:5 ab. Helena Georgoudis erhöhte sogar noch auf 11:5. Dann kam ein kleiner Bruch ins Möglinger Spiel. Zunächst vergab die sonst so sichere Schützin Jana Schnabel die Chance vom Siebenmeterstrich, dann agierte auch die Abwehr nachlässiger und der VfL kam Tor um Tor heran. Innerhalb von vier Minuten kam der VfL von 12:6 auf 12:10 heran. Der TVM mühte sich noch den Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff noch auszubauen, doch mehr als ein 18:16 war nicht drin. In der 2. Halbzeit entwickelte sich ein echter Handballkrimi. Der TVM startete besser und konnte sich in Überzahl wieder auf 20:16 absetzen. Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Nach knapp sieben Minuten glich der VfL erstmals aus (21:21). Nur wenige Sekunden später gingen die Gäste durch den Treffer von Annika Bier erstmals in dieser Partie in Führung. Doch der TVM hielt dagegen. Trainer Patrice Payer nutzte die grüne Karte um seine Damen nochmals einzuschwören. Der VfL setzte noch einen drauf und ging mit 21:23 in Führung, fünf Minuten später erzielte Francis Tief aber wieder den Ausgleich zum 25:25. Noch war alles drin. Eine Zweiminutenstrafe gegen Franziska Fischer brachte den TVM jedoch wieder ins Hintertreffen. Simona Pilekova, die am Ende 11 Treffer zum Ergebnis beisteuerte erhöhte mit einem Doppelschlag wieder auf 25:27, doch Franziska Fischer und zweimal Anke Czöczock und der TVM lag wieder mit 28:27 in Front. Dann gelang den Gastgeberinnen allerdings nichts mehr. Zweimal Simona Pilekova und Steffi Frick drehten das Spiel wieder zu Gunsten des VfL Waiblingen. Der letzte Treffer von Cora Goldmann war dann nur noch Makulatur. „Das Ergebnis gibt sicherlich den Spielverlauf nicht wieder“, sagte ein sichtlich enttäuschter Trainer Patrice Payer. „Wir waren in der 1. Halbzeit die klar bessere Mannschaft. Im 2. Durchgang hat dann der VfL seine ganze Erfahrung ausgespielt und war Ende auch einen Tick cleverer.“

Es spielten: S. Dieterle und Baranski (im Tor); Czöczock (8), Georgoudis (7), Tief und F. Fischer (je 3), Schnabel und Blanke (je 2), Kurzweg, Wagner und Leipersberger (je 1) und Kirsch.

Bilder vom Spiel gibt es hier.