HSG Pforzheim - TV Möglingen 42:30 (25:16)
Mit versteinertem Gesicht sassen die Spielerinnen und der Trainer des TV Möglingen nach der Partie in Pfozheim auf der Bank. Niemand konnte sich erklären, was zwischen dem beherzten Auftreten gegen den Tabellenzweiten Ketsch in der Vorwoche und diesem Debakel in Pforzheim passiert war.

Mit großen Erwartungen traten die Drittligahandballerinnen des TV Möglingen zum Auswärtsspiel in der Goldstadt an. "Wir hatten gegen Ketsch eine gute Leistung gezeigt, ich war mit den Trainingsleistungen zufrieden. Die Vorzeichen standen gut", berichtete der Möglinger Trainer nach der Partie, der ohne Annika Blanke antreten musste, die zeitgleich in der Zweitligapartie zwischen der SG H2Ku Herrenberg und dem TV Nellingen zum Einsatz kam. Auch Theresa Fischer musste aufgrund von Knieproblemen weiterhin passen. Was dann aber mit der Möglinger Mannschaft passiert ist, konnte am Ende keiner erklären. Von Beginn an drückten die Gastgeberinnen der Partie den Stempel auf. Nach acht Minuten führten sie bereits mit 7:3. Patrice Payer sah sich genötigt die Grüne Karte zu zücken. Drei der sieben Treffer steuerte Nastja Antonewitsch bei, die in der letzten Saison noch für den Erstligisten SG BBM Bietigheim auf Torejagd ging. "Wir hatten uns gut vorbereitet. Aber alles was wir vereinbart hatten, wurde im Spiel nicht umgesetzt", hadert Möglingens Trainer mit seinem Team. Und in der Tat war es ein kollektiver Totalausfall. Man spielte praktisch ohne Abwehr, was 25 Gegentore in einer Halbzeit auch belegen. Beim 13:9 in der 17. Minuten konnte man den Rückstand nochmals verkürzen, dann zog die HSG Tor um Tor davon. Bis zum Pausenstand leuchtete ein 25:16 von der Anzeigetafel. "16 Tore in einer Halbzeit sind völlig in Ordnung, aber 25 zu kassieren geht nicht". Da half es auch nicht, dass Jana Schnabel souverän die zahlreich zugesprochenen Strafwürfe vom Siebenmeterstrich verwandelte. Sie konnte am Ende 13 Siebenmetertreffer beisteuern. Hinzu kamen noch zwei Feldtore. Doch insgesamt war das einfach zu wenig, was die Möglinger Mannschaft in dieser Partie zeigte. "Wir hätten hier noch drei Stunden spielen können, das wäre nichts mehr geworden", sagte Patrice Payer sichtlich enttäuscht nach der Partie. Für den TV Möglingen kommen jetzt die wichtigen Spiele, gegen die HSG Freiburg, die HSG Sulzbach/Leidersbach, die SG Nußloch und den TV Kandel. Da muss die heftige Niederlage in Pforzheim schnell abgehakt werden und im Training wieder konzentriert gearbeitet werden, um nicht auf die Abstiegsplätze abzurutschen.
Für den TV Möglingen spielten: S. Dieterle und Baranki (im Tor); Schnabel (15/13), Tief (6), Czöczock (5), Wagner (2), Fischer und Georgoudis (je 1), Kirsch, Leipersberger, Kurzweg und A.Dieterle.